Die Ladesoftware für Elektrofahrzeugflotten verknüpft zunehmend den Ladevorgang direkt mit dem Zahlungs- und Flottenmanagement. Am 25. August 2026 kündigte der Anbieter von Ladesoftware für Elektrofahrzeuge, Driivz, eine Integration mit WEX an, die die Zahlungsabwicklung und Abrechnung für Betreiber und Fahrer von Elektrofahrzeugflotten vereinfachen soll.
Die Integration nutzt OCPI und soll Flottenfahrern, die WEX-Zahlungssysteme nutzen, den Zugang zu kompatibler öffentlicher Ladeinfrastruktur ermöglichen, die über die Driivz-Plattform verwaltet wird.
Ladevorgänge und Flottenzahlungen werden in einen einzigen digitalen Workflow integriert.
Traditionell wurden die Betankung von Fahrzeugflotten und das Laden von Elektrofahrzeugen oft über unterschiedliche Systeme abgewickelt.
Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten benötigen die Betreiber vermehrt Lösungen, um Ladevorgänge direkt mit den bestehenden Zahlungs-, Berichts- und Buchhaltungsprozessen der Flotte zu verknüpfen.
Die Driivz-WEX-Integration begegnet dieser Herausforderung durch die Verknüpfung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit den Zahlungsmethoden von WEX.
Fahrer können Zahlungs- und Identifikationsmethoden wie mobile Anwendungen oder RFID-basierte Zugangsmechanismen nutzen, während Lade- und Transaktionsinformationen in die übergeordnete Flottenmanagementumgebung einfließen können.
Warum OCPI für Lademanagementsysteme für Elektrofahrzeuge wichtig ist
OCPI, oder Open Charge Point Interface, wird häufig für die Kommunikation zwischen verschiedenen Ladeinfrastrukturplattformen für Elektrofahrzeuge verwendet.
Während OCPP in erster Linie Ladegeräte mit einem Lademanagement-Backend verbindet, kann OCPI dazu beitragen, verschiedene Dienstanbieter und Ladeökosysteme miteinander zu verbinden.
Ladestation → OCPP → CPMS / CSMS → OCPI → Mobilitäts- / Zahlungs- / Roaming-Plattform
Diese Unterscheidung gewinnt insbesondere dann an Bedeutung, wenn das Flottenladen über private Depots hinausgeht.
Eine gewerbliche Flotte kann Fahrzeuge folgendermaßen aufladen:
- Firmendepots
- Öffentliche Ladenetze
- Kundenstandorte
- Logistikzentren
- Mitarbeiterwohnungen
- Ladestationen für Flottenfahrzeuge von Drittanbietern
Eine Lademanagementplattform muss daher Transparenz über mehrere Ladeumgebungen hinweg gewährleisten.
Die Abrechnung wird zu einer Kernfunktion von CPMS.
Diese Entwicklung spiegelt auch einen weiteren wichtigen Branchentrend wider: Abrechnung und Zahlung werden zu Kernbestandteilen moderner Systeme. Lademanagementsysteme für Elektrofahrzeuge.
Betreiber erwarten zunehmend, dass ihre Software Ladevorgänge mit folgenden Daten verknüpft:
- Fahreridentifizierung
- Energieverbrauch
- Zölle
- Zahlungsautorisierung
- Transaktionsdatensätze
- Flottenkonten
- Erstattung
- Finanzberichterstattung
Für Flottenbetreiber kann dies den manuellen Abgleich zwischen Ladeplattformen und herkömmlichen Flottenzahlungssystemen reduzieren.
Öffentliches Laden, Laden an Ladestationen und das Laden zu Hause konvergieren.
Das Flottenladen wird ebenfalls zunehmend dezentralisiert.
Einige Nutzfahrzeuge kehren jeden Abend zu einem zentralen Depot zurück, während andere möglicherweise an öffentlichen Ladestationen oder bei den Mitarbeitern zu Hause aufgeladen werden müssen.
Dies führt zu komplexeren Softwareanforderungen.
Die Plattform für das Lademanagement von Elektrofahrzeugen muss nicht nur die Ladegeräte überwachen, sondern auch die Ladevorgänge mit dem richtigen Fahrer, Fahrzeug, Flottenkonto und Zahlungsprozess verknüpfen.
Aus diesem Grund gewinnt die Interoperabilität zwischen Lademanagementsystemen, Zahlungsplattformen und externen Flottensystemen zunehmend an Bedeutung.
TRENDPOWER Branchenansicht
Bei TRENDPOWER sehen wir die Integration von Zahlungsfunktionen als eine der wichtigsten Anforderungen an Lokalisierung und Skalierbarkeit von Ladesoftware für Elektrofahrzeuge.
Ein Ladenetzwerk kann technisch gesehen betriebsbereit sein, sobald die Ladegeräte mit einem Backend verbunden sind, aber für den kommerziellen Betrieb ist eine weitere Ebene erforderlich:
Wer hat die Rechnung gestellt? Wie viel Energie wurde geliefert? Welcher Tarif gilt? Wer bezahlt? Wie wird die Transaktion erfasst und abgerechnet?
Bei internationalen Abrechnungsprojekten gewinnen diese Fragen noch mehr an Bedeutung, da Zahlungsmethoden, Währungen und Abrechnungsanforderungen zwischen den Märkten erheblich variieren können.
Ein flexibles CPMS sollte daher die Zusammenarbeit von Abrechnungsprozessen, Zahlungsdiensten und Drittanbietersystemen über APIs und offene Schnittstellen ermöglichen.
Aufbau einer Ladeplattform für Elektrofahrzeugflotten?
Betrachten Sie Zahlung, Abrechnung, OCPP, OCPI und die Integration des Flottensystems als ein Ganzes, anstatt sie als separate Projekte zu behandeln.
TRENDPOWER unterstützt kundenspezifische Softwareprojekte für das Lademanagement von Elektrofahrzeugen, die Zahlungsintegration und das Flottenladen.
Quelle: Driivz / WEX-Ankündigung vom 25. August 2026.