Ampcontrol erhält OCPP 2.0.1 CSMS-Zertifizierung: Warum das für Betreiber von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge wichtig ist

Inhaltsverzeichnis

Die OCPP-Kompatibilität wird für Betreiber von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu einem immer wichtigeren Beschaffungskriterium – doch Kompatibilität zu behaupten und Interoperabilität nachzuweisen, ist nicht dasselbe.

Am 21. August 2026 gab Ampcontrol bekannt, dass seine Lade- und Energiemanagementplattform die offizielle Zulassung erhalten hat. OCPP 2.0.1 CSMS-Zertifizierung von der Open Charge Alliance nach unabhängigen Konformitätsprüfungen durch DEKRA.

Die Ankündigung wirft ein immer wichtigeres Licht auf die Frage von CPOs und Ladegeräteherstellern: Wie können Unternehmen überprüfen, ob ein Lademanagementsystem für Elektrofahrzeuge zuverlässig mit der Ladehardware kommunizieren kann?

Was bedeutet die OCPP 2.0.1 CSMS-Zertifizierung?

OCPP definiert die Kommunikation zwischen Ladestationen und einem Ladestationsmanagementsystem (CSMS).

OCPP 2.0.1 erweitert die verfügbaren Funktionen im Vergleich zu früheren Generationen des Protokolls und umfasst Bereiche wie Geräteverwaltung, verbesserte Transaktionsabwicklung, intelligentes Laden und erweiterte Sicherheitsfunktionen.

Die Zertifizierung bietet eine strukturierte Methode, um die Umsetzung anhand der definierten OCPP-Testanforderungen zu überprüfen.

Laut Ampcontrol erfolgte die Zertifizierung nach unabhängigen Konformitätsprüfungen bei DEKRA und die Zertifizierung erfolgt über das Open Charge Alliance-Zertifizierungsprogramm.

Warum Zertifizierungen für CPOs wichtig sind

Für Betreiber von Ladestationen, Hersteller von Ladegeräten und Flottenbetreiber können Interoperabilitätsprobleme erhebliche Betriebskosten verursachen.

Ein Ladegerät kann zwar erfolgreich eine Verbindung zu einem Backend herstellen, einzelne Funktionen verhalten sich aber dennoch anders als vom Bediener erwartet.

Mögliche Probleme können Folgendes umfassen:

  • Ausführung des Ladeprofils
  • Fernstart- und -stoppbefehle
  • Zählerwertmeldung
  • Genehmigung
  • Konfiguration
  • Firmware-Operationen
  • Fehler- und Ereignisberichterstattung
  • Transaktionsabwicklung

Deshalb sollte das bloße Vorhandensein des Hinweises „OCPP unterstützt“ in einer Produktspezifikation nicht das Ende des Evaluierungsprozesses bedeuten.

OCPP 2.0.1 gewinnt mit zunehmender Reife der Ladeinfrastruktur an Bedeutung.

Viele Ladenetzwerke funktionieren weiterhin erfolgreich mit OCPP 1.6J, und dieses Protokoll ist nach wie vor weit verbreitet.

Gleichzeitig evaluieren größere und komplexere Ladenetzwerke zunehmend OCPP 2.0.1, da sie ein tiefergehendes Ladegerätemanagement, verbesserte Sicherheit und fortschrittlichere intelligente Ladefunktionen benötigen.

Dies bedeutet, dass Lademanagementplattformen für Elektrofahrzeuge zunehmend verschiedene Generationen von Ladehardware unterstützen müssen.

Vorhandene OCPP 1.6J-Ladegeräte + Neue OCPP 2.0.1-Ladegeräte → Ein skalierbares Lademanagementsystem für Elektrofahrzeuge

Für Betreiber mit Mehrmarkennetzen wird die Protokollstrategie daher Teil der langfristigen Softwareplanung.

Eine Zertifizierung ersetzt keine Tests auf Projektebene.

Eine Zertifizierung ist zwar wertvoll, aber die Betreiber sollten trotzdem Integrationstests der Ladegeräte auf Projektebene durchführen.

Reale Ladenetzwerke können verschiedene Ladegerätehersteller, Firmware-Versionen, Verbindungsumgebungen und Geschäftsprozesse umfassen.

Bei der Evaluierung eines CPMS oder CSMS sollten Betreiber daher folgende Fragen stellen:

  • Welche OCPP-Versionen werden unterstützt?
  • Ist das Backend OCPP-zertifiziert?
  • Welche Ladegerätmodelle wurden bereits integriert?
  • Wie werden Firmware-Unterschiede gehandhabt?
  • Können OCPP-Protokolle zu Diagnosezwecken eingesehen werden?
  • Wie werden fehlgeschlagene Befehle oder Offline-Ladegeräte behandelt?
  • Können OCPP-Ladegeräte mit 1,6 J und 2,0 J parallel betrieben werden?
  • Welches Testverfahren wird vor der Markteinführung angewendet?

TRENDPOWER Branchenansicht

Die Ampcontrol-Zertifizierung spiegelt einen breiteren Trend wider, den wir auf dem Markt für Ladesoftware beobachten können: Interoperabilität entwickelt sich von einer technischen Nebensache zu einer Kaufvoraussetzung.

Für Betreiber, die markenübergreifende Ladenetzwerke aufbauen, kann eine offene Lademanagementarchitektur die Abhängigkeit von einem einzigen Hardware-Ökosystem verringern und zukünftige Erweiterungen erleichtern.

Wir bei TRENDPOWER empfehlen unseren Kunden, die Protokollunterstützung auf drei Ebenen zu bewerten:

  1. Protokollversion — wie beispielsweise OCPP 1.6J oder OCPP 2.0.1
  2. Tatsächliche Funktionsimplementierung — welche OCPP-Funktionen erforderlich sind
  3. Interoperabilitätstests auf Ladegerätebene — wie sich die spezifische Hardware und Firmware im realen Projekt verhalten

Dies ist besonders wichtig für CPOs, Ladegerätehersteller, Flottenbetreiber und internationale Projekte, die planen, mehrere Ladegerätemarken über eine einzige Plattform zu betreiben.

Benötigen Sie ein OCPP-kompatibles Lademanagementsystem?

Prüfen Sie vor der Auswahl des Backends, ob Ihre Ladegerätmodelle, Firmware, Protokollversionen und erforderlichen Betriebsfunktionen verfügbar sind.

TRENDPOWER unterstützt OCPP-basierte Software für das Lademanagement von Elektrofahrzeugen sowie kundenspezifische Multi-Brand-Ladeplattformprojekte.

Quelle: Ampcontrol-Mitteilung vom 21. August 2026.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Teile den Beitrag jetzt:
Abbildung von Hey there, I’m Alex
Hallo, ich bin Alex.

Alex ist Spezialist für Elektromobilitätstechnologie bei Trendpower und beschäftigt sich mit der Forschung und dem Verfassen von Artikeln über Software-Management-Plattformen für Ladeinfrastruktur, Ladenetzwerkmanagement und intelligente Energielösungen. Seine Arbeit unterstützt Unternehmen und Betreiber dabei, effiziente Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge besser zu verstehen und einzuführen.

de_DEDE
Nach oben scrollen
TrendPower Markentag der offenen Tür

Erfahren Sie, wie TrendPower Sie bei der Einführung und Skalierung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge unterstützt.

In dieser Demo lernen Sie, wie Sie mit TrendPower Ihre Ladeplattform für Elektrofahrzeuge aufbauen, betreiben und monetarisieren können.

Was Sie lernen werden:

  • Wie man eine unabhängige Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufbaut
  • Gewinnmodelle für den Betrieb von Ladeplattformen für Elektrofahrzeuge
  • Anforderungen an die Bereitstellung von Ladeplattformen im Ausland
  • Regelungen zur Abrechnung und Umsatzbeteiligung

Ansprechzeit

Geschäftszeiten:
Montag bis Samstag, 9:00 – 18:30 Uhr

Während der Geschäftszeiten wird sich unser Team innerhalb von 1 Stunde.

Außerhalb der Geschäftszeiten werden wir Sie anschließend kontaktieren. 9:00 Uhr am nächsten Werktag.

Demo anfordern & Sonderangebot freischalten

Schildern Sie uns Ihre Bedürfnisse und unsere Experten für Ladesoftware für Elektrofahrzeuge werden sich mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung, eine Demo-Anleitung und exklusiven Service-Support anzubieten.